ZASüdafrikaDatenschutzgesetz

POPIA

Protection of Personal Information Act

Südafrikas Datenschutzgesetz arbeitet mit acht Bedingungen für rechtmässige Verarbeitung. Bei Direktmarketing ist es besonders streng — und bei den Sanktionen ungewöhnlich deutlich.

POPIA auf einen Blick

In Kraft
Voll anwendbar seit 1. Juli 2021
Aufsicht
Information Regulator
Sanktion
Bis ZAR 10 Mio. oder Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren
Modell
Einwilligung, streng bei Direktmarketing

Was ist POPIA?

Der Protection of Personal Information Act regelt in Südafrika die Verarbeitung personenbezogener Daten anhand von acht Bedingungen — darunter Zweckbindung, Datenminimierung, Transparenz und Sicherheit. Durchgesetzt wird er vom Information Regulator.

Zwei Punkte fallen im internationalen Vergleich auf. Erstens schützt das Gesetz auch Daten juristischer Personen, nicht nur natürlicher. Zweitens sieht der Sanktionskatalog neben Bussen bis zehn Millionen Rand auch Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren vor.

Wen betrifft POPIA?

Verarbeitung in Südafrika

Wer im Land ansässig ist oder dort Mittel zur Verarbeitung einsetzt, fällt darunter.

Auch Daten von Unternehmen

Anders als DSGVO und LGPD schützt POPIA ausdrücklich auch Daten juristischer Personen.

Direktmarketing besonders geregelt

Elektronische Direktwerbung an Personen, die noch nicht Kundschaft sind, setzt eine vorherige Einwilligung voraus.

Was verlangt POPIA von einer Website?

1

Rechtmässigkeit und Zweckbindung

Daten dürfen nur für einen festgelegten, ausdrücklichen Zweck erhoben werden — und nicht länger aufbewahrt werden als nötig.

2

Einwilligung für Direktmarketing

Für elektronische Werbung gilt ein Einwilligungserfordernis mit vorgeschriebenem Verfahren.

3

Offenlegung der Verarbeitung

Betroffene müssen wissen, wer verarbeitet, wozu, und ob Daten ins Ausland gehen.

4

Sicherheitsmassnahmen

Angemessene Massnahmen gegen Verlust und unbefugten Zugriff sind zwingend; Vorfälle sind zu melden.

5

Verantwortliche Person benennen

Jede verantwortliche Stelle braucht einen Information Officer, der beim Regulator registriert ist.

Die Lösung

Wie erfüllt Aiara POPIA?

Die POPIA-Anforderungen an eine Website decken sich weitgehend mit dem europäischen Vorgehen — Aiara erfüllt sie mit derselben Konfiguration.

Einwilligung vor dem Setzen

Marketing- und Analyse-Skripte laden erst nach Zustimmung. Das erfüllt die strengste POPIA-Anforderung, jene an Direktmarketing, mit ab.

Zwecke sichtbar getrennt

Jede Kategorie nennt Anbieter, Zweck und Speicherdauer — die Zweckbindung wird für Betroffene nachvollziehbar statt nur behauptet.

Nachweisbares Protokoll

Der Information Regulator verlangt im Prüfungsfall einen Beleg. Aiara protokolliert jede Entscheidung mit Zeitpunkt und Umfang.

Angaben zur Auslandsbekanntgabe

Die erzeugte Datenschutzerklärung weist aus, welche Dienste Daten ins Ausland übermitteln — eine der acht Bedingungen.

Widerruf jederzeit

Der dauerhafte Zugang zu den Einstellungen erlaubt den Widerruf ohne Umweg über eine Kontaktaufnahme.

Häufige Fragen zu POPIA

Amtliche Quellen

Diese Seite fasst die Rechtslage allgemein verständlich zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung.