DMA
Gesetz über digitale Märkte
Das Gesetz über digitale Märkte reguliert die grossen Plattformen. Für Ihre Website ist die Folgewirkung entscheidend: Google, Meta und Microsoft verlangen seither einen nachweisbaren Einwilligungsnachweis, bevor sie Daten verknüpfen.
DMA auf einen Blick
- In Kraft
- Pflichten seit 7. März 2024
- Aufsicht
- Europäische Kommission
- Sanktion
- Bis 10 % des Weltumsatzes, 20 % im Wiederholungsfall
- Modell
- Einwilligung für dienstübergreifende Datennutzung
Was ist das Gesetz über digitale Märkte?
Das Gesetz über digitale Märkte benennt besonders marktmächtige Plattformen als «Torwächter» und verbietet ihnen bestimmte Praktiken. Betroffen sind derzeit Alphabet, Amazon, Apple, ByteDance, Meta, Microsoft und Booking. Für sie gelten die Pflichten seit dem 7. März 2024.
Der für Websites entscheidende Punkt steht in Artikel 5: Torwächter dürfen personenbezogene Daten aus verschiedenen Diensten nur mit ausdrücklicher Einwilligung zusammenführen. Weil sie diese Einwilligung nicht selbst einholen können, geben sie die Pflicht vertraglich an ihre Werbekundschaft weiter — also an Sie.
Genau daraus ist der Einwilligungsmodus von Google entstanden. Wer heute Anzeigen im Europäischen Wirtschaftsraum schaltet, muss ein Signal übermitteln, ob eine Einwilligung vorliegt — und dafür eine von Google zertifizierte Einwilligungsplattform einsetzen.
Wen betrifft das Gesetz über digitale Märkte?
Sie schalten Anzeigen im EWR
Wer Google Ads oder Microsoft Advertising für Publikum im Europäischen Wirtschaftsraum nutzt, muss Einwilligungssignale übermitteln — sonst entfallen Zielgruppenlisten und Messwerte.
Sie messen Reichweite mit Google-Diensten
Auch Analytics-Nutzung ohne Werbung fällt darunter, sobald die Daten für personalisierte Werbung verwendbar wären.
Sie sind Publisher mit automatisierter Werbevermarktung
Wer Werbeplätze programmatisch vermarktet, braucht zusätzlich das Transparenz- und Einwilligungsframework von IAB Europe.
Was bedeutet es für eine Website?
Nachweisbare Einwilligung
Die Einwilligung muss vorliegen, bevor Daten an Torwächter fliessen — und im Zweifel belegbar sein.
Zertifizierte Einwilligungsplattform
Google akzeptiert für Werbeprodukte im Europäischen Wirtschaftsraum nur Plattformen aus der eigenen Zertifizierungsliste.
Signale statt Schweigen
Auch eine Ablehnung muss übermittelt werden. Fehlt jedes Signal, behandelt Google den Zugriff als nicht einwilligungsgedeckt.
Getrennte Zwecke
Werbespeicherung, Analyse, Nutzerdaten für Werbung und Personalisierung sind vier eigenständige Signale und müssen getrennt gesetzt werden.
Wie erfüllt Aiara die Anforderungen?
Aiara erfüllt die Folgeanforderungen aus dem Gesetz über digitale Märkte in vollem Umfang — inklusive der Zertifizierungen, die Google und IAB Europe dafür verlangen.
Von Google zertifizierte Plattform
Aiara hat die Zertifizierung von Google durchlaufen und ist damit für Werbeprodukte im Europäischen Wirtschaftsraum zugelassen.
Einwilligungsmodus V2 ohne Zusatzarbeit
Alle vier Signale werden gesetzt, bevor Google-Skripte laden — auch der Voreinstellungszustand vor der Entscheidung. Das ist der Teil, den handgebaute Lösungen meist übersehen.
Microsoft-Signale ebenso
Der Einwilligungsmodus von Microsoft wird parallel bedient, sodass Anzeigen und Clarity dieselbe Entscheidung erhalten.
Zertifiziert von IAB Europe
Für Publisher mit automatisierter Werbevermarktung ist Aiara als Einwilligungsplattform mit der Kennung 507 registriert.
Nachweis auf Knopfdruck
Das Einwilligungsprotokoll belegt für jede Entscheidung Zeitpunkt und Umfang — die Grundlage, wenn ein Werbepartner den Nachweis verlangt.
Häufige Fragen zu DMA
Amtliche Quellen
Diese Seite fasst die Rechtslage allgemein verständlich zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung.
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