CCPA / CPRA
California Consumer Privacy Act
Kalifornien verlangt keine Zustimmung vor dem Tracking, sondern ein wirksames Widerspruchsrecht. Wer diesen Unterschied übersieht, baut das falsche Banner — und ignoriert womöglich ein Signal, das rechtlich bindet.
CCPA / CPRA auf einen Blick
- In Kraft
- Seit 1. Januar 2020
- Aufsicht
- California Privacy Protection Agency
- Sanktion
- USD 2 500 je Verstoss, USD 7 500 bei Vorsatz
- Modell
- Widerspruch gegen Verkauf und Weitergabe (Opt-out)
Was ist der CCPA?
Der California Consumer Privacy Act gibt Menschen in Kalifornien das Recht zu erfahren, welche Daten über sie gesammelt werden, sie löschen zu lassen und dem Verkauf sowie der Weitergabe zu widersprechen. Die Erweiterung durch den California Privacy Rights Act gilt seit 2023 und hat mit der California Privacy Protection Agency eine eigene Aufsichtsbehörde geschaffen.
Der Begriff «Verkauf» ist dabei weiter gefasst, als er klingt: Er erfasst auch die Weitergabe an Werbenetzwerke ohne Geldfluss. Wer Werbe-Tracking einsetzt, fällt in aller Regel darunter.
Wen betrifft der CCPA?
Über 25 Millionen Dollar Jahresumsatz
Der Schwellenwert gilt unternehmensweit, nicht nur für das kalifornische Geschäft.
Daten von 100 000 Personen oder Haushalten
Diese Schwelle erreicht eine reichweitenstarke Website schneller als gedacht, weil auch blosse Besuche zählen.
Mehr als die Hälfte des Umsatzes aus Datenverkauf
Betrifft vor allem werbefinanzierte Angebote und Datenhändler.
Was verlangt der CCPA von einer Website?
Sichtbarer Widerspruchsweg
Ein Zugang mit dem Wortlaut «Do Not Sell or Share My Personal Information» muss ohne Umwege erreichbar sein.
Browsersignale befolgen
Global Privacy Control ist ein rechtlich bindender Widerspruch. Es zu empfangen und zu ignorieren, ist ein Verstoss.
Keine Benachteiligung
Wer widerspricht, darf keinen schlechteren Dienst und keinen höheren Preis erhalten.
Auskunft und Löschung
Anfragen müssen innert 45 Tagen beantwortet werden, mit Verlängerungsmöglichkeit.
Angaben zu sensiblen Daten
Für besonders schützenswerte Kategorien besteht ein zusätzliches Recht, die Nutzung einzuschränken.
Wie erfüllt Aiara den CCPA?
Aiara schaltet für US-Publikum vom Einwilligungs- auf das Widerspruchsmodell um — und trifft dabei genau die Kategorien, um die es geht.
Eigene Oberfläche für den Widerspruch
Statt eines Zustimmungsbanners erscheint eine Auswahl «Your Privacy Choices», wie sie das kalifornische Recht vorsieht.
Global Privacy Control wird befolgt
Sendet der Browser das Signal, gilt der Widerspruch sofort — ohne Rückfrage. Der zugehörige Schalter wird gesperrt, damit eine spätere Zustimmung ihn nicht überschreibt.
Nur Marketing wird abgeschaltet
Der Widerspruch richtet sich gegen Verkauf und Weitergabe, nicht gegen eigene Reichweitenmessung. Aiara schaltet deshalb gezielt Marketing ab statt pauschal alles — Sie behalten Daten, die Sie behalten dürfen.
Signalweitergabe über die Global Privacy Platform
Die Entscheidung wird als standardisierte Zeichenkette an Werbepartner übermittelt, sodass diese den Widerspruch ebenfalls kennen.
Bundesweite Abdeckung ohne Standortbestimmung
Aiara nutzt den nationalen Abschnitt des Standards, der die Anforderungen aller US-Bundesstaaten abbildet. Damit erübrigt sich eine fehleranfällige Zuordnung nach Bundesstaat.
Häufige Fragen zu CCPA / CPRA
Amtliche Quellen
Diese Seite fasst die Rechtslage allgemein verständlich zusammen und ersetzt keine Rechtsberatung.