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Was darf ein Cookie-Banner kosten? Der ehrliche Preisvergleich

«Zu teuer für das, was es macht» — das hören wir gelegentlich. Zeit für eine ehrliche Rechnung: Was kosten Cookiebot, CookieYes und WordPress-Plugins wirklich, was leisten Gratis-Lösungen, und wie verhält sich der Preis zum Risiko? Ein Vergleich mit offenen Karten.

Aiara Team··6 Min. Lesezeit
Was darf ein Cookie-Banner kosten? Der ehrliche Preisvergleich

«Für einen Cookie-Banner? So viel?» — diesen Satz hören wir gelegentlich, und er verdient eine ehrliche Antwort statt einer Verkaufsfloskel. Denn die Frage ist berechtigt: Auf den ersten Blick blendet ein Cookie-Banner ein Fenster ein und speichert einen Klick. Dafür CHF 120 bis 240 im Jahr? In diesem Beitrag rechnen wir offen vor, was Cookie-Compliance am Markt kostet, was Gratis-Lösungen leisten — und wo eine Jahresgebühr im Verhältnis zum Risiko steht.

Der Denkfehler: Ein Banner ist kein Banner

Wer Preise vergleicht, muss zuerst klären, was verglichen wird. «Cookie-Banner» steht umgangssprachlich für zwei sehr unterschiedliche Dinge:

Das Fenster. Ein Hinweis mit zwei Knöpfen. Das können Gratis-Plugins, und dafür wäre jeder Franken zu viel.

Die Compliance dahinter. Damit das Fenster rechtlich etwas wert ist, braucht es mehr: Die Website muss wissen, welche Cookies und Dienste sie überhaupt setzt (Scanner). Nicht notwendige Cookies müssen blockiert bleiben, bis die Einwilligung vorliegt. Die Einwilligung muss beweisbar protokolliert werden — im Streitfall müssen Sie belegen können, wer wann wozu Ja gesagt hat. Die Datenschutzerklärung muss die tatsächlich eingesetzten Dienste nennen und aktuell bleiben, wenn sich Gesetze oder Ihre Website ändern. Und Google verlangt seit 2024 den Consent Mode V2, sonst verlieren Sie Ihre Werbe- und Analysedaten.

Der Preisunterschied zwischen «gratis» und «kostenpflichtig» ist fast immer der Unterschied zwischen diesen beiden Ebenen.

Was die bekannten Anbieter verlangen

Alle Angaben sind Listenpreise der Anbieter, Stand August 2026, bei jährlicher Abrechnung — Details ändern sich, die Grössenordnungen sind stabil.

Anbieter Preis pro Domain Modell Rechtstexte inklusive?
Cookiebot (Usercentrics) ca. EUR 360–1'080/Jahr nach Anzahl Unterseiten Nein
CookieYes ca. USD 100–550/Jahr nach Seitenaufrufen und Funktionsstufe Nein
Borlabs Cookie (nur WordPress) ab EUR 29/Jahr Plugin-Lizenz Nein
OneTrust auf Anfrage (Enterprise) individuell Nein
Aiara Basic CHF 120/Jahr pauschal, ohne Limits bei Seitenaufrufen Ja, in 4 Sprachen
Aiara Pro CHF 240/Jahr pauschal, ohne Limits bei Seitenaufrufen Ja, in 4 Sprachen

Drei Dinge fallen auf:

Erstens: Die grossen internationalen Anbieter sind teurer — teils deutlich. Cookiebot hat seine Basispreise im Sommer 2025 verdoppelt; eine mittelgrosse Website zahlt dort heute rund EUR 360 bis 1'080 pro Jahr und Domain. Bei CookieYes kostet allein das Entfernen des Anbieter-Logos aus dem Banner USD 55 pro Monat — mehr als das Doppelte eines ganzen Aiara-Pro-Jahres.

Zweitens: Die Abrechnungsmodelle bestrafen Erfolg. Nach Unterseiten oder Seitenaufrufen abgerechnet heisst: Wächst Ihre Website oder läuft eine Kampagne gut, steigt die Rechnung — bei CookieYes etwa mit einem Aufpreis je 1'000 zusätzlichen Seitenaufrufen. Aiara kostet pauschal pro Domain und Jahr. Ein viraler Beitrag ändert an Ihrer Rechnung nichts.

Drittens — und das ist der grösste versteckte Posten: Die Datenschutzerklärung ist fast nie dabei. Cookiebot und CookieYes liefern eine Cookie-Tabelle, aber keine vollständige Datenschutzerklärung und kein Impressum. Die kaufen Sie separat ein — bei einem Textgenerator für zusätzlich rund EUR 100 pro Jahr, oder beim Anwalt ab mehreren hundert Franken, plus Aktualisierungen. Bei Aiara sind Datenschutzerklärung und Impressum in vier Sprachen enthalten und wachsen mit: Ergänzt der Scanner einen neuen Dienst, steht er auch in der Erklärung.

Und die Gratis-Plugins?

Ja, es gibt sie, und wir reden sie nicht schlecht: Für eine reine Visitenkarten-Website ohne Statistik, ohne Werbung, ohne eingebettete Videos kann ein kostenloses Banner-Plugin genügen — sofern jemand die Rechtstexte separat pflegt.

Nur: Genau davon hängt es ab, wie Sie im Eingangsbeispiel richtig sagen würden — es kommt darauf an, welche Cookies die Website tatsächlich setzt. Und das wissen die wenigsten auswendig. Ein Theme lädt Google Fonts, das Kontaktformular einen Spam-Schutz, der Webdesigner hat vor zwei Jahren ein Statistik-Snippet eingebaut, das YouTube-Video setzt Cookies, bevor irgendjemand auf Abspielen drückt. Ein Gratis-Banner zeigt in dieser Lage etwas an — aber er weiss nicht, was er blockieren müsste, er belegt keine Einwilligungen, und er schreibt keine Datenschutzerklärung.

Die ehrliche Rechnung für «gratis» lautet darum: Plugin CHF 0, plus Ihre Zeit für Cookie-Inventar und Rechtstexte, plus die Pflege bei jeder Änderung, plus das Risiko, dass etwas davon liegen bleibt. Wer seine eigene Stunde mit auch nur CHF 50 bewertet, hat den Aiara-Jahrespreis nach einem halben Arbeitstag erreicht.

Die Gegenrechnung: Was kostet es, wenn es schiefgeht?

Zur Einordnung des Jahrespreises gehört die andere Seite der Waage. Das Schweizer Datenschutzgesetz sieht Bussen bis CHF 250'000 vor — und zwar gegen die verantwortliche natürliche Person, nicht gegen die Firma. Wie diese Sanktionen wirklich funktionieren und wen sie treffen, haben wir hier im Detail aufgeschrieben. Richtet sich Ihr Angebot auch an Kundschaft in der EU, kommt die Datenschutz-Grundverordnung dazu, mit Sanktionen bis 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des Umsatzes.

Wir argumentieren bewusst nicht mit Angst — die Wahrscheinlichkeit, dass eine kleine Schweizer Website morgen gebüsst wird, ist gering. Aber die Relation darf man kennen: Ein Jahr Aiara Pro kostet CHF 240. Eine einzige Stunde Anwalt kostet mehr. Ein einziger begründeter Streitfall um eine fehlende Einwilligung kostet ein Vielfaches — selbst wenn Sie ihn gewinnen.

Wofür Sie bei Aiara tatsächlich zahlen

Der Jahrespreis ist kein Preis für ein Fenster mit zwei Knöpfen. Er enthält:

  • Cookie-Banner mit automatischem Blockieren nicht notwendiger Dienste vor der Einwilligung, barrierefrei nach WCAG 2.1 AA
  • Cookie-Scanner, der Ihre Website regelmässig durchsucht und neue Dienste erkennt (Basic: 20 Seiten, Pro: 600)
  • Datenschutzerklärung und Impressum in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch — aus einem Fragebogen erstellt und bei Änderungen nachgeführt
  • Einwilligungs-Protokoll als Nachweis, revisionssicher gespeichert in der Schweiz
  • Google Consent Mode V2, damit Werbe- und Analysedaten einwilligungskonform weiterfliessen
  • Support aus Winterthur, auf Deutsch, von den Leuten, die das Produkt bauen

Basic (CHF 120/Jahr) deckt das Schweizer Datenschutzgesetz ab und passt für kleine Websites bis 20 Unterseiten. Pro (CHF 240/Jahr) enthält zusätzlich die volle internationale Abdeckung — Datenschutz-Grundverordnung samt EU-Vertretung, das Einwilligungs-Framework der Werbebranche (IAB TCF), USA, Brasilien und Südafrika — sowie alle Gestaltungs- und Auswertungsfunktionen. Die vollständige Gegenüberstellung steht auf der Preisseite.

Das Fazit in einem Satz

Gemessen an dem, was ein Fenster mit zwei Knöpfen wert wäre, ist jeder Cookie-Banner zu teuer — gemessen an dem, was Cookie-Compliance am Markt kostet, liegt Aiara unter den grossen Anbietern, obwohl die Rechtstexte bereits drin sind, die anderswo den grössten versteckten Posten ausmachen.

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Häufige Fragen

Warum sollte ich zahlen, wenn es Gratis-Plugins gibt?

Ein Gratis-Plugin zeigt einen Banner an — mehr nicht. Die Datenschutzerklärung, das Impressum, die Cookie-Erkennung, die Einwilligungs-Nachweise und die Pflege bei Gesetzesänderungen bleiben Ihre Aufgabe. Wer diese Arbeit selbst zuverlässig leistet, fährt mit gratis gut. Wer sie einkauft, zahlt anderswo schnell mehr als bei einer Komplettlösung.

Zahle ich bei Aiara pro Seitenaufruf?

Nein. Aiara kostet einen festen Betrag pro Domain und Jahr — unabhängig davon, wie viele Personen Ihre Website besuchen. Bei Anbietern mit Abrechnung nach Seitenaufrufen oder Unterseiten kann ein erfolgreicher Monat die Rechnung verdoppeln.

Was kostet ein Cookie-Banner bei anderen Anbietern?

Cookiebot verlangt je nach Grösse der Website rund 30 bis 90 Euro pro Monat und Domain, CookieYes 10 bis 55 US-Dollar pro Monat und Domain — die Datenschutzerklärung ist dort jeweils nicht enthalten. WordPress-Plugins wie Borlabs Cookie beginnen bei rund 29 Euro pro Jahr, decken aber nur den Banner ab und funktionieren nur mit WordPress. Stand: August 2026.

Was riskiere ich ohne korrektes Cookie-Banner?

Das Schweizer Datenschutzgesetz sieht Bussen bis CHF 250'000 vor — gerichtet an die verantwortliche Person, nicht an die Firma. Richtet sich Ihr Angebot auch an die EU, drohen zusätzlich Sanktionen nach der DSGVO. Dazu kommen im Streitfall Anwaltskosten, die ein Jahresabo um ein Vielfaches übersteigen.

Gibt es bei Aiara versteckte Kosten?

Nein. Der Jahrespreis pro Domain enthält Banner, Cookie-Scanner, Datenschutzerklärung und Impressum in vier Sprachen sowie den Support. Kostenpflichtige Zusätze gibt es nur, wenn Sie aktiv mehr bestellen: weitere Domains oder zusätzliche Scan-Seiten.

Bereit für sauberen Cookie-Consent?

Aiara macht Cookie-Banner, Datenschutzerklärung und Impressum für Ihre Webseite — DSG- und DSGVO-konform.

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